EINE DOKUMENTATION
Ansicht der Bahnstation Velbert-Langenberg von der Straßenseite aus gesehen © Copyright 2000 - 2022 Burkhard Thiel Alle Rechte vorbehalten
Bau und Streckeneröffnung Die Prinz Wilhelm Eisenbahn- Gesellschaft (PWE) eröffnete ihre 30,43 Kilometer lange Strecke zwischen Wuppertal-Vohwinkel über Langenberg nach Überruhr (heute Essen-Überruhr) am 1. Dezember 1847. Der Bahnhof Langenberg befand sich nördlich des Stadtzentrums.

Das Empfangsgebäude Velbert-Langenberg

Das traufenständige, zweistöckige und symmetrische Backsteingebäude mit Mezzanin (Halb- oder Zwischengeschoss) und einem Risalit (ein Bauteil, das aus der Fassade vorspringt) an der Ortsseite wurde auf einem Natursteinsockel errichtet. Das flache Satteldach mit weiter Ausladung ruhte auf hölzernen Konsolen. Ein Gurtgesims (an Fassaden, das zwischen den Geschossen liegt) aus Formstein trennte optisch die Stockwerke. Das Gebäude hatte Segmentbogenfenster mit Rahmen aus Werkstein. Der Zugang zum Gebäude führte durch den Mittelrisalit. Im Gebäude befanden sich Wartesäle, Fahrkarten- und Gepäckschalter sowie weitere Diensträume. Im Obergeschoss befand sich die Wohnung des Bahnhofsvorstehers sowie die Diensträume für den Hauptsitz der PWE. Ein Güterschuppen mit Seitenrampen aus Backsteinfachwerk sowie ein Abort befanden sich nördlich des Stationsgebäudes. Der Bahnhof Langenberg (Rheinl.) gehörte 1938 zur Rangklasse II. Weitere Streckeneröffnungen, Ausbauten oder Änderungen 1888 verlegte die Bahn das zweite Streckengleis von Aprath nach Langenberg. Im Zuge dieser Umbaumaßnahmen wurde auch das Stationsgebäude erweitert. Dafür entstand an der Ortsseite ein zweistöckiger Vorbau mit Balkon, der zeittypisch ein Flachdach mit Zinnen besaß. Der Hausbahnsteig erhielt eine Überdachung. Ein neuer, langgestreckter Backsteinbau mit Klötzchenfriesen an Traufe und Ortgang auf Sandsteinsockel wurde für den Güterschuppen errichtet. Ergänzt wurde er durch einen Bürotrakt an der Stirnseite. Er verfügte über Seiten- und Kopframpen aus Beton. Die Gleisanlagen wurden erheblich erweitert. Im Dezember 1986 erhielt der Bahnhof ein modernes Stellwerk. Die alten Stellwerksgebäude wurden abgerissen. Am 18. September 1995 wurde das Stationsgebäude und der Güterschuppen unter Denkmalschutz gestellt. 2003 erfolgte die Umbenennung in Velbert-Langenberg. Die Strecke wurde für die neue S-Bahn Linie 9 ausgebaut und verläuft von Wuppertal Hbf nach Essen Hbf. Die Gleisanlage wurde auf das Notwendige zurückgebaut. Nur ein Nebengleis blieb erhalten. Seit dem 30. August 2004 werden die Signale von Essen-Steele gesteuert. Was hat sich verändert, was ist geblieben Das Empfangsgebäude wurde saniert. Es erhielt einen dunkelroten Anstrich. Das Gurtgesims sowie das Mezzanin wurden weiß hervorgehoben.
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Bahnstation Velbert-Langenberg

Planung und Konzession
Bilder Langenberg (Rheinl)
Bahnhof um 1888
Luftaufnahme
Bahnhof um 1914
Bahnhof um 1914 Bahnhof um 1888 PANORAMA