Schwenningen (Neckar)
Die Eisenbahnstrecke zwischen Villingen, das damals zu dem Großherzogtum Baden gehörte, und Rottweil, das zum Königreich Württemberg gehörte, wurde am 26. August 1869 dem Verkehr übergeben. Der Bahnhof Schwenningen war die letzte Station in Württemberg. Da die Bahnstrecke von der württembergischen Staatsbahn gebaut wurde, regelten beide Staaten den Bau durch einen Vertrag von 18. Februar 1865. Das Empfangsgebäude eröffnete erst 1872. In Schwenningen befanden sich die ganz großen Firmen der Uhrenindustrie, die sich später zur weltweit größten Produktionsstätte für Uhren entwickelte. Dadurch bekam dem Stückgutbahnhof eine besondere Bedeutung zu. Auch der Personenverkehr nahm durch die vielen Pendler enorm zu. So betrug das Fahrgastaufkommen im Jahr 1907 bereits 436.410 Fahrgäste. 1920 erweiterte die Reichsbahn die Güterabfertigung. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Bahnhof zerstört. Nach dem Abriss des alten Empfangsgebäudes 1959 erfolgte ein kompletter Neubau des Empfangsgebäudes im Jahr 1960. Erst eine Zinsbeihilfe und ein verlorener Zuschuss der Stadt Schwenningen, sowie ein Pächterkredit ermöglichten den Bau. Die Eröffnung war am 16. Dezember 1960. In den 1980er Jahren löste die Bundesbahn die Güterabfertigung auf. Die Gleise der Güteranlage wurden abgebaut. Ein großer Teil des Bahnhofs wurde 2010 für die Landesgartenschau umgewandelt. Das 1869 errichtete historische mechanische Stellwerk steht unter Denkmalschutz.
Bilder Schwenningen
Bahnhof von 1869
Luftaufnahme
Das am 16. Dezember 1960 eröffnete neue Empfangsgebäude, entwarf der  Architekt Hellmut Kasel. Die verglaste Schalterhalle mit Gaststätte sind im Erdgeschoss untergebracht. Neben dem obligatorischen Flachdach über dem Eingang, durfte eine Bahnhofsuhr in der weltweit größten Uhrenstadt nicht fehlen.
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Bahnhof von 1869
Rottweil - Villingen (Schwarzw)
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